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Was ist Koffein? Was sind entkoffeinierte Kaffeebohnen?

Koffein selbst ist ein natürlicher Bestandteil zahlreicher Pflanzen und kommt so in Blättern, Samen und Früchten als ein Schutzstoff vor Insekten vor. Im Bereich der Lebensmittel ist Koffein vor allem für seine belebende Wirkung bekannt und beliebt und findet so auch über die Lebensmittel hinaus seinen Einsatz in Medikamenten und Getränken. Selbst in Kakao ist Koffein enthalten. Und bekanntlich wird die heiß geliebte Tasse Kaffee gerne als Wachmacher am Morgen oder als kleiner Energiekick für zwischendurch getrunken. Dabei enthält eine normale Tasse Kaffee rund 50 bis 100 Milligramm Koffein.

Entkoffeinierte Kaffeebohnen sorgen dagegen, wie bereits der Name verrät, für einen geschmacklich vollwertigen Genuss einer Tasse Kaffee, aber eben ohne Koffein. Wobei auch eine Tasse koffeinfreier Kaffee meist geringe Mengen Koffein enthält. Als Regelung gilt hier: Wer auf seine Espressobohnen entkoffeiniert schreiben möchte, darf maximal 0,1% Koffein in seinen Bohnen enthalten, was somit einer sehr niedrigen Konzentration entspricht und deshalb gut vertragen wird. Der Koffeingehalt ist hierbei nicht höher als bei einer Trinkschokolade.

Und welche Bohne eignet sich besonders für einen entkoffeinierten Kaffee?

Die Arabica-Bohne hat von Natur aus weniger Koffein als die Robusta-Bohne, weshalb sich diese besonders für entkoffeinierte Kaffeebohnen eignen.

Warum greift man auf entkoffeinierte Kaffeebohnen zurück?

Nicht jeder verträgt Koffein gleich gut, das kann auf gesundheitliche oder altersbedingte Umstände zurückzuführen sein oder auch in einer Schwangerschaft begründet liegen. Magenbeschwerden, Übelkeit oder Probleme beim Einschlafen sind dann die Folge. Um nicht auf die genüssliche Tasse Kaffee verzichten zu müssen, suchen viele in entkoffeinierten Kaffeebohnen die Lösung der ungetrübten Kaffeefreuden. Tatsächlich verschwinden auf diese Weise die Einschlafschwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Kaffeegenuss. Magenbeschwerden und Übelkeit sind allerdings nicht zwangsläufig damit aus der Welt geschafft. Häufig reagiert der Körper nämlich nicht auf das Koffein selbst mit Beschwerden des Magen-Darm-Traktes, sondern vielmehr auf die Säuren und Bitterstoffe. Hier ist es umso wichtiger, auf Qualität zu setzen und auf säurearme und gut kontrollierte Kaffee-Varianten zurückzugreifen. Das bedeutet letztlich: Entkoffeinierte Kaffeebohnen sind eine tolle Alternative für all jene, die bewusst auf Koffein und die damit verbundene belebende Wirkung verzichten wollen.

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Wie werden Espressobohnen entkoffeiniert?

Entkoffeinierte Kaffeebohnen haben bereits eine längere Geschichte hinter sich, deren Beginn auf das Jahr 1903 zurückgeht. Ludwig Roselius, der Kaffeehändler und Gründer von „HAG Kaffee“ aus Bremen erfand den Vorgang des Entkoffeinierens, nachdem er den Tod seines Vaters auf einen überhöhten Kaffeekonsum zurückführte. Mit dem nach ihm benannten Roselius-Verfahren wurden die Kaffeebohnen in einem ersten Schritt in Salzwasser eingelegt. Mithilfe von Benzol extrahierte man das Koffein aus den Bohnen. Das Verfahren selbst findet heute allerdings keine Anwendung mehr, da Benzol als krebserregend gilt.

Inzwischen wurden allerdings verschiedene Weisen entwickelt, wie die Espressobohnen entkoffeiniert werden können. Allen gemein ist dabei, dass dieser Vorgang des Extrahierens vor der Röstung erfolgen muss:

Entkoffeinieren mit Lösungsmitteln

Bei Verfahren des Entkoffeinierens mit Lösungsmitteln werden die Kaffeebohnen zunächst mit heißem Wasser bzw. Wasserdampf zum Aufquellen gebracht. Das Koffein wird dann entsprechend durch Lösungsmittel extrahiert. Dieser Prozess wird so lange wiederholt, bis der Koffeingehalt gemäß der EU-Norm noch maximal 0,1% beträgt. Hierbei werden zwei Varianten unterschieden:

  1. Direktes Verfahren: Beim direkten Verfahren werden die Kaffeebohnen 30 Minuten lang einem Wassersdampf ausgesetzt, ehe man diese in das Lösungsmittel Ethylacetat oder Dichlormethan einlegt. Dort bleiben die Bohnen für 10 Stunden. Ein gründliches Entfernen des Lösungsmittels ist nach Ablauf der Zeit unabdingbar, um, gerade im Fall von Dichlormethan, mögliche Rückstände, die krebserregend sein können, zu entfernen. Ethylacetat dagegen ist ein natürlicher Stoff, der so auch in Obst vorkommt, weshalb dieser unbedenklich ist und der Kaffee später die Bezeichnung „natürlich entkoffeiniert“ tragen darf.
  2. Indirektes Verfahren: Im Unterschied zum direkten Verfahren werden beim indirekten Verfahren zunächst alle wasserlöslichen Inhaltsstoffe mit heißem Wasser herausgelöst. Um das Koffein im nächsten Schritt zu extrahieren, wird der Lösung dann Ethylacetat hinzugefügt. Diese nun koffeinfreie Mischung wird mit frischen, noch koffeinhaltigen, Bohnen vermischt, um erneut aufgekocht zu werden. Auf diese Weise werden den Bohnen nun in diesem zweiten Durchgang nur das Koffein, nicht aber andere Inhaltsstoffe, entzogen.
  3. Entkoffeinieren ohne Lösungsmittel

    Auch beim Entkoffeinieren ohne Lösungsmittel können zwei Verfahren unterschieden werden:

  4. Das Schweizer-Wasser-Prozess-Verfahren: Die grünen Kaffeebohnen werden in diesem bekannten Verfahren mit Wasser durchtränkt, sodass sich das Koffein mit den anderen Bestandteilen löst. Das Wasser wird anschließend durch einen Aktivkohlefilter gefiltert, sodass die Koffeinmoleküle nahezu ganzheitlich getrennt werden können. Wie auch beim indirekten Verfahren kommen nun neue Bohnen hinzu, sodass in diesem zweiten Durchlauf den Kaffeebohnen nur noch das Koffein entzogen wird, die anderen Bestandteile und Aromen aber erhalten bleiben. Dieses Verfahren wiederholt sich so lange, bis der Koffeingehalt von maximal 0,1% erreicht wurde. Das Besondere an diesem Vorgang: Es werden keinerlei Zusätze verwendet, was den Schweizer-Wasser-Prozess so qualitativ hochwertig, aber auch sehr teuer macht.
  5. CO2-Verfahren: Hier werden die Kaffeebohnen in einem ersten Schritt Wasserdampf ausgesetzt. Anschließend werden die Bohnen dann mit einem Druck von 73-300 bar mit Kohlenstoffdioxid gespült, was das Koffein extrahiert. Nach dem Verdampfen des CO2 bleibt so schließlich nur noch das reine Koffein übrig. Das CO2 wird dabei aufbereitet und kann wiederverwendet werden. Ein etwas teureres, aber schonendes Verfahren, das gerne eingesetzt wird. Auf diese Weise bleibt das Aroma der Kaffeebohnen besonders gut erhalten, sodass man sich auf eine geschmackvolle Tasse Kaffee freuen kann.

Sind entkoffeinierte Kaffeebohnen ungesünder?

Noch immer ist in vielen Köpfen verankert, dass entkoffeinierte Kaffeebohnen aufgrund der eingesetzten Lösungsmittel ungesund und sogar krebserregend sind. Diese negativen Nebeneffekte sind zwischenzeitlich allerdings innerhalb der Verfahren so reguliert worden, dass man ohne schlechtes Gewissen Espressobohnen entkoffeiniert kaufen und genießen kann. Die Technische Hilfsstoffe-Verordnung schreibt in diesem Zusammenhang beispielsweise vor, dass pro verkauftem Kilogramm Kaffee nicht mehr als 2mg Dichlormethan enthalten sein dürfen, um so die Gesundheit der Kaffeeliebhaber zu schützen.

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